In Anbetracht der digitalen Revolution und der Nachhaltigkeits-Herausforderungen müssen wir die Art und Weise, wie wir Gesellschaften organisieren, neu erfinden.

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Society 5.0 – quo vadis? Der Mensch und die digitale Zukunft

In Anbetracht der digitalen Revolution und der Nachhaltigkeits-Herausforderungen müssen wir die Art und Weise, wie wir Gesellschaften organisieren, neu erfinden. Ansätze wie der Social Credit Score, die bargeldlose Gesellschaft und Central Bank Digital Currencies (CBDCs) sind bisher vielerorts auf Kritik gestoßen. Wie lässt sich unsere Gesellschaft also digital upgraden? Zur Beantwortung dieser Frage werde ich neue Ansätze, Forschungsergebnisse und Entwicklungen berichten, die für das Thema »Digitale Demokratie« von Bedeutung sind. Ich werde erklären, wie kollektive Intelligenz gefördert werden kann, die zu besseren Lösungen führt und mehr Menschen zugute kommen. Insbesondere werde ich über neue Ansätze im Bereich »Partizipative Budgetierung« berichten. Im Bürger-Beteiligungs-Projekt »Stadtidee« der Schweizer Stadt Aarau haben wir jüngst interessante und wichtige Einsichten gewonnen, wie die Demokratie neue Vitalität gewinnen kann, und wie sich gesellschaftliche Probleme effektiver, fairer und inklusiver lösen lassen. Darüber hinaus könnten sogenannte Städteolympiaden einen neuen Rahmen bieten, um die Kraft der kombinatorischen Innovation weltweit freizusetzen. Ich plane auch, das Konzept eines sozio-ökologischen Finanzsystems zu erwähnen (auch Finance 4.0 oder Fin4+ genannt). Dieses verspricht, die gemeinsame Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Kreislauf-Wirtschaft und Sharing Economy auf innovative Weise zu fördern.

Prof. Dr. Dirk Helbing (ETH Zürich)